Lieber
Leser, ich komme nicht umhin folgenden Mailwechsel mit dem Sprecher des bundesweiten Arbeitskreises Bürgerbegehren bei "Mehr Demokratie"
, Thorsten Sterk zu veröffentlichen, weil er
aufzeigen kann, wie wenig den Oberen von Mehr Demokratie scheinbar an richtiger Demokratie gelegen ist.
Ausgangspunkt
war eine Nachricht von Herrn Sterk, daß er Pinnwandeinträge
mehrerer Mitglieder der Wahlinitiative FÜR VOLKSENTSCHEIDE in
der Facebookgruppe von "Mehr Demokratie" gelöscht
hat. Das ist an sich nichts weltbewegendes, auch wenn es
verwunderlich ist, weil man ja doch nur versucht, Volksentscheide und
direkte Demokratie in's öffentliche Bewußtsein zu
befördern.
Um
diesen Link hier geht es dann im Verlaufe des weiteren
Schriftwechsels noch. Man bietet Der CDU/CSU eine Wahlwerbung
per excellence.
Herr
Sterk kann gerne im Forum dazu Stellung beziehen, wenn er will. Er
hat den Kontakt nun abgebrochen. Schade wie ich meine, aber ich
belästige ihn nicht gern weiter mit meinen Fragen, die ihm unangenehm zu sein scheinen.
Aber
lesen Sie ruhig selbst. Los ging es mit dieser unscheinbaren Mail von
Herrn Sterk an mich:
Part 1 ------------------------------------------------------------- Nachricht am 09.07.2009 um 18,38 Uhr Thorsten hat dir eine Nachricht gesendet.
Betreff: Mehr Demokratie-Gruppe
Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,
die Pinnwand in der Mehr Demokratie-Gruppe ist nicht für Parteienwerbung gedacht, auch wenn die werbenden Parteien für Volksentscheide eintreten.
Ich habe Ihren Beitrag deshalb gelöscht.
Thorsten Sterk Gruppenmoderator
Part 2
Klaus
Lohfing-Blanke, 09.
Juli um 19:53
Werter
Herr Thorsten Sterk,
da
wir nicht in Ihre Kandidatenbefragung aufgenommen werden, haben wir
uns über diesen Weg bei Ihnen anmelden wollen.
Was
bitte ist der Grund, daß nur Parteikandidaten zu ihrem Willen
Volksentscheide zu unterstützen befragt werden?
Ist
es nicht geradezu grotesk, daß eine Plattform wie die Ihre,
geradezu ein Versteckspiel betreibt, was die Listung von Kandidaten
einer Initiative mit dem Namen FÜR VOLKSENTSCHEIDE betreibt? -
Einer Initiative welche wenn Sie auf den Wahlzettel kommt geradezu
beispielhaft genau Ihre Ziele nach vorne treiben kann.
Nur
1,52 % der Bundesbürger sind überhaupt in Parteien
organisiert. 98,5% der Bundesbürger fühlen sich, was die
Berichterstattung in den öffentlichen Medien betrifft
unterrepräsentiert. Finden Sie nicht auch, daß die
öffentliche Präsentation der Parteien und Parteikandidaten
nicht übertrieben wird, angesichts der doch sehr
fortgeschrittenen und um sich greifenden Parteien-, Politik und
Wahlmüdigkeit?
Wo
bitte liegt das Problem eine Nachricht für Euch, an der
virtuellen Pinnwand zu hinterlassen? Wofür betreiben Sie das
Facebookprofil dann? Ich kann es mir nur mit Ihrer Eigenwerbung
erklären, aber ziehen wir nicht an einem Strang?
Thorsten hat dir eine Nachricht gesendet. 09.07.2009, 20.39 Uhr -------------------- Re: Mehr Demokratie-Gruppe Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,
die Auswahl von Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien auf http://www.facebook.com/l/;volksentscheid.de geschah aus Platzgründen das auszudruckende Flugblatt betreffend, nicht, um irgendwelche Wählergemeinschaften zu diskriminieren. Die Legitimation des politischen Systems definiert sich m.E. auch nicht über die Mitgliederzahl der Parteien, sondern über die Akzeptanz des politischen Systems generell und das Durchschlagen dieser Akzeptanz in Wahlen.
Die Mehr Demokratie-Gruppe dient der Diskussion, nicht der Wahlwerbung. Andernfalls könnten auch zahlreiche andere Gruppenmitglieder dort für sich werben, da sie Politiker sind. Dies würde die Gruppe aber entwerten.
Mit freundlichen Grüßen Thorsten Sterk
P.S.: Den Gesetzentwurf von "Für Volksentscheide" zum bundesweiten Volksentscheid halte ich für ziemlich inkompetent formuliert. Die Verfasser haben scheinbar nicht viel Ahnung von direkter Demokratie...
Part 4 ------------------------------------------------------------------ Am 10 Jul 2009 um 14:18 hat glockenhof@freenet.de geschrieben:
Sehr
geehrter Herr Sterk,
ich
verwende mal den normalen E-Mailverkehr, um unsere Unterhaltung
fortzusetzen, ich kann damit besser auf Ihre Antworten eingehen.
Hoffentlich findet das Ihr Verständnis. Ich werde meine
Antworten fett in Ihr Anschreiben einfügen und denke damit recht
übersichtlich antworten und fragen zu können.
"die Auswahl von Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien auf volksentscheid.de geschah aus Platzgründen das auszudruckende Flugblatt betreffend, nicht um irgendwelche Wählergemeinschaften zu diskriminieren."
Wenn man nicht gewährleisten kann, daß alle Direktkandi- daten vertreten sind, dann macht man eine solche Umfrage nicht, weil sie das Gesamtbild für den Wähler erheblich ver- zerrt, an der Realität vorbei geht und somit nur die Überre- präsentation der Parteienlandschaft in der Öffentlichkeit unterstützt. Eine solche ist maßgeblich dafür verantwortlich, daß abgegebene Stimmen in eklatantem Mißverhältnis zu den Wahlberechtigten stehen. Das Bundesverfassungsgericht hat erst kürzlich dazu festgestellt, daß das Sammeln von Überhangmandaten was zu einer Mehrgewichtung im Deut- schen Bundestag führt, widerrechtlich ist und gegen das Grundgesetz verstößt.Dazu kommt, daß nicht Parteimitglie- der, welche sich dem Wahlprozeß entziehen, wegen Wahlmü- digkeit und Frust, wegen der erheblichen Bürgerferne der- zeitig geleisteter Politik, vom Wahlrecht ja keinen Gebrauch mehr machen, weil das ganze Auszählungsprozedere und die statistische Auswertung der Ergebnisse, diesem Um- stand in keinster Weise Rechnung trägt. Ich muß Ihnen doch nicht erklären, daß die Modalitäten, wie die Berechnung der Wahlergebnisse erfolgt, einem Betrug an der Realität gleich- zusetzen ist. Indem man einfach den größten Anteil derer, welche unzufrieden sind, einfach gar nicht in die 100% einge- rechnet werden, welche Grundlage der Berechnung sind. Es wird durch diesen Kunstgriff einfach nur die gültigen abge- gebenen Stimmen zur Grundlage zu nehmen, das Gesamt- wahlergebnis zu Gunsten der Parteien nach oben manipu- liert. Das EU Wahlergebnis auf Bundestagswahl umgemünzt, wird durch diesen neuzeitlich-alchimistischen Kunstgriff, einfach mehr als 2/3 der Wählerschaft wegrationalisiert. Alle damals angetretenen Parteien wurden also gerade mal von einem knappen Drittel der Wahlberechtigten gewählt. Wo sehen Sie daran irgend eine Demokratie?
Die Legitimation des politischen Systems definiert sich m.E. auch nicht über die Mitgliederzahl der Parteien, sondern über die Akzeptanz des politischen Systems generell und das Durchschla- gen dieser Akzeptanz in Wahlen.
Gerade deshalb und aus dem bereits voran Geschriebenen Gründen, müßte doch dieses Mißverhältnis klargeworden sein. Parteiendiktatur wird nicht mehr akzeptiert, aber Sie befördern mit dieser halben Aktion gerade noch diesen Unverstand nach vorn. Wo auf dem Wahlzettel befindet sich ein Feld Stimmenenthaltung, die dann auch mitgezählt wer- den kann? - Damit man eben nicht Pest, Cholera, Mumps, Keuchhusten, SARS, Butolismus, Müll und Brüll wählen braucht?
Wer ungültig wählt, wer gar nicht wählt, wer falsch wählt, weil er damit unter die 5 % Hürde fällt, wird schlichtweg ignoriert. Auch jene, welche Protestwahl wählen, werden mißinterpretiert.
Die Mehr Demokratie-Gruppe dient der Diskussion, nicht der Wahlwerbung. Andernfalls könnten auch zahlreiche andere Gruppenmitglieder dort für sich werben, da sie Politiker sind. Dies würde die Gruppe aber entwerten.
Ich weiß nicht wofür Sie Facebook sonst so nutzen, wie ich sehe sind es Selbstgespräche die Sie führen. Das Portal ist ein Netzwerk welches man nutzen kann um für die Ziele gut gehört zu werden, schlicht Massen an Leuten zu erreichen und zu informieren. Was an Alternativen sich bei Ihnen meldet, wird jedoch herauszensiert.
Nein Herr Sterk, wenn man in Dialog treten will, wenn man gegenseitig auf sich aufmerksam machen will und vor allem einem Ziel, nämlich Volksentscheiden zuarbeiten will, dann nutzt man diese Art der Kommunikation. Ich selbst hätte z.B. auch überhaupt kein Problem, für einen Kandidaten einer anderen Organisation oder Partei meine Unterstützerunter- schrift zu erteilen oder eben Bekannte, Verwandte, Freunde für sein Ziel direkter Einflußnahme und Volksentscheid zu gewinnen wenn er es ehrlich meint, weil ja Volksentscheide einzuführen, genau auch unsere Initiative ist. Wie man da hinkommt, wie die Gesetze letztlich aussehen, welche man generieren muß, ist völlig unerheblich erst einmal, denn es gilt die Kräfte zu bündeln und nicht zu entzweien. Wie ich weiß, hat Mehr Demokratie, auf Anfrage unserer Initiative auf Zusammenarbeit negativ reagiert. Schade wie ich finde, weil jeder eben sein eigenes Süppchen kochen will. Sie zementieren damit den Zustand, so wie er ist fest in Beton. Oder geht es Ihnen um Ihren ganz eigenen Erfolg der Bewegung Mehr Demokratie? Auch das ist ein Problem, weil Sie damit, als Organisation nicht besser als jede der Partei- strukturen sind.
Mit freundlichen Grüßen Thorsten Sterk
P.S.: Den Gesetzentwurf von "Für Volksentscheide" zum bundesweiten Volksentscheid halte ich für ziemlich inkompetent formuliert. Die Verfasser haben scheinbar nicht viel Ahnung von direkter Demokratie...
Bitte senden Sie mir den Link hin zu Ihrem Gesetzentwurf und bitte erklären Sie mir Ihre Auffassung von direkter Demokratie. Wenn Sie dieser Auffassung sind. Wo ist Ihr Dialog und Ihre Auseinandersetzung mit unserer Initiative dazu? Ich gebe zu Bedenken, daß die vielen kleinen Bewe- gungen, welche sich ebenfalls wie wir abmühen, null, aber auch null Möglichkeiten einer öffentlichen Finanzierung und auch Wahrnehmung erkaufen können, wie z.B. Mehr Demo- kratie. Es ist für mich immer wieder unerklärlifch, wie es zu schaffen ist, daß ganze fortschrittliche Bewegungen in Klein- lichkeit, Oberflächlichkeit und vor allem konträren Auffas- sungen vergehen, obwohl sie eigentlich angeblich nur ein Ziel verfolgen, nämlich für mehr Demokratie und Mitbestim- mung einzustehen.
Wenn Sie anderer Auffassung über Gesetzentwürfe sind, so ist das i.O. so. Der Gesetzentwurf den wir verfolgen, ist ein Diskussionsanfang, eine Vorschlag, eine Grundlage, auf der man aufbauen kann und erhebt keinen Anspruch auf Perfek- tion. Die kann letztlich nur durch Staatsrechtler erbracht werden, welche ein Gewissen und auch das Wissen dazu haben. Nur Staatsrechtler mit Ideen und solche mit echtem Gewissen, wie z.B. Herrn Prof. Schachtschneider, ignoriert man ja all zu gerne im öffentlichen Medienbewußtsein. Letztlich scheitern sie schlicht und einfach, an den Abhängig- keiten und "höheren Interessen", welche dem nicht zugetan sind.
Auch an Sie freundliche Grüße zurück. Klaus Lohfing-Blanke
PS.: Was mich persönlich interessieren würde, in welchen Organisationen Sie selbst, oder der Chef Ihrer Organisation, Mitglieder anderer Organisationen, wie z.B. Rotary-Cub, Lions-Club, ect. sind. Danke.
Part 5 und 6 ----------------------------------------------------------------
Werter
Herr Sterk,
Thorsten Sterk schrieb am
10.07.2009 um 16.00 Uhr:
Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,
zu Ihren Anmerkungen:
1. Alle Nichtwähler zu Frustrierten zu erklären, macht die Sache zu einfach. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung ist generell politisch eher desinteressiert und geht insbesondere bei Bundestagswahlen eher aus einem diffusen Pflichtgefühl zur Wahl. In einer Demokratie zählen immer nur die, die sich beteiligen. Sonst wäre fast jeder Volksentscheid erst recht ohne Legitimation, weil die Beteiligung daran meist sehr viel niedriger liegt als die bei Wahlen. Die geringe Beteiligung an der Europawahl hat insbesodere mit der geringen Relevanz des Parlaments zu tun, weniger mit einer Protest - Nichtwahl.
Ich hoffe, Sie haben sich mal die
Mühe gemacht herauszubekommen, warum die Leute nicht mehr
hingehen zur Wahl. Ich habe tagtäglich mit Leuten zu tun, welche
ich auch deshalb befrage. Politisches Desinteresse erwächst aus
jahrzehntelanger Politikverdrossenheit. Das dürfte nicht all zu
schwer zu begreifen sein. Ganz sicher gibt es den einen oder anderen,
der von Politik auch so nichts wissen will.
Ich weiß
nicht, ob Sie den EU Reformvertrag überhaupt gelesen haben.
Unser Parlament wird so bedeutungslos sein, wie ein Kropf, wenn er
erst einmal ratifiziert worden ist.
2. Ich bin auch weniger für ein Feld "gegen alle" auf dem Wahlzettel als für ein differenziertes Wahlsystem mit Kumulieren und Panaschieren auch auf Bundesebene.
Damit möchten Sie dann gerne,
daß man sich für eines der kaputten Parteienanhängsel
praktizierter Marionettenpolitik entscheidet. Finde ich nicht
richtig, denn wie ich bereits schrieb, ist es für den Ausgang
der Gesundheit unerheblich, für welche der tödlichen
Krankheiten man sich entschieden hat. Man leidet an der einen länger
als an der anderen, am Ende verreckt man eh' dran.
3. Facebook zu nutzen heißt nicht unbedingt, dort in Gruppen aggressiv Wahlwerbung für sich zu betreiben. Wenn Sie für "Für Volksentscheide" werben wollen, können Sie ja eine eigene Gruppe dort gründen.
Werter Herr Sterk, wir haben nicht
in Gruppen aggressiv geworben, sondern wir gingen davon aus, daß
Ihre Plattform zum Zwecke des Vorwärtsbringens von
Volksentscheiden dienen sollte. Dem ist nicht so, wie ich sehe, es
liegt Ihnen etwas an diesem korrumpierten Parteiensystem. Außerdem
existiert von uns eine Gruppe bei Facebook, haben Sie das noch nicht
gewußt? Wenn ich ein Ziel, wie das direkter Demokratie oder
Volksentscheid verfolge, suche ich doch das Netz hin und wieder mal
nach Gleichgesinnten ab?! - Wenn Sie sich natürlich nur um sich
selber drehen, dann merken Sie gar nicht, daß es ja auch noch
andere Bewegungen gibt mit denen man zusammen gehen kann.
4. Mehr Demokratie lehnt als überparteilicher Verein die Unter- stützung einzelner Parteien ab, auch wenn sie sich noch so sehr für Volksentscheide aussprechen.
Für wie blöd halten Sie
mich eigentlich? Auf der von Ihnen geschalteten Seite zur Befragung
der einzelnen Parteikandidaten zum Volksentscheid stolpert man als
Blinder mit dem Krückstock über Ihre Wahlwerbung für
CDU/CSU. Sie bieten jenen Stümpern direkter Demokratie eine
Plattform, so groß wie ein Scheunentor, daß man wahrlich
nicht gerade von einer versteckten Werbung sprechen kann. Darf ich
wissen, was Sie selber wählen? Ich tippe mal auf CDU/CSU, denn
die Art und Weise, wie Sie selbst kritische Direktkandidaten aus der
Betrachtung herausnehmen spottet jeder Beschreibung. Aber es ist Ihre
Plattform und was sie dort tun ist Ihre Sache, da kann ich Ihnen
nicht hineinreden. Was ich jedoch tun kann ist, auf solch eklatant
schiefe Verwerfungen in der Öffentlichkeit hinweisen. Es scheint
Ihnen weniger um Volksentscheide zu gehen, als mehr darum, dieses
verlogene Parteiensystem festzubetonieren.
Ihre
Auffassung, nicht alle zu Wort kommen zu lassen, weil der Platz nicht
ausreichend ist, ist ein Witz schlechthin. Das ist die Art von
Desinformation durch Verdrehung und durch schlichte Weglassung von
Realität, welche wir so alltäglich vom Mainstream, den
Konzernmedien so gewohnt gewesen sind.
Nein, ich bin
anderer Auffassung als Sie, wir werden beherrscht von einer
Minderheit und Sie haben kein Interesse, daß daran etwas
geändert wird. Schade, weil man nicht gerade dieser Auffassung
sein kann, wenn einem 1+1 zusammenzuzzählen nicht schwerfallen
mag.
Warum sollte
es denn so sein, daß sich die Intelligenz der Gesellschaft
gerade in den paar Hanseln der Parteien gruppiert. Was sich dort oft
zusammenbraut, sind nicht selten Leute mit dem ausgeprägten
Drang hin zur pervertierter oder zumindest hin zu grenzenloser Macht.
Daß gerade CDU/CSU in der Vergangenheit strikte Gegner der
direkten Demokratie gewesen sind und mit ihren derzeit hohlen
Einlassungen dazu auch später nicht zu greifen sind, sollte
Ihnen als aufgeweckten und ehrlichen Demokraten (was für ein
Feigenblatt) nicht entgangern sein. Ist der EU-Reformvertrag in Sack
und Tüten, können Sie ihre Volksentscheide ohnehin in der
Pfeife rauchen. Das wissen auch die Hardliner bei CDU/CSU. Deshalb
haben sie auch null Problem damit, jetzt aus der Reserve zu gehen.
Sie bieten ihnen für dieses faule Spiel, auch noch die Plattform
dafür.
Ihre Arbeit
für Mehr Demokratie könnte so wertvoll sein, wenn Sie diese
nicht selbst torpedieren würden. Sie bilden leider ein Abbild
ab, welches so nicht existiert. Sie kanalysieren in eine Richtung
hin, die nicht die Richtung eines aufrechten Bürgers ist.
Sie
beantworteten mir meine wichtige Frage zu Ihren Angehörigkeiten
leider nicht. Haben Sie Bedenken, daß man Rückschlüsse
auf Ihre wahren Ziele ziehen kann? Lions-Club, Rotary-Club, oder
welcher freimaurerischen Organisation gehören Sie und der Chef
von Mehr Demokratie denn nun an?Sagen Sie es mir ruhig, dann
fällt mir das Verständnis für das, was Sie tun, auch
nicht ganz so schwer.
MfG
Klaus
Lohfing-Blanke
Part
7der vorläufig
Letzte Mail vom 12.07.2009 um 15.19 Uhr
Lieber Herr Lohfing-Blanke,
für eine Auseinandersetzung auf derart billigem und polemischem Niveau bin ich mir zu schade.
Mit freundlichen Grüßen Thorsten Sterk --------------------------------------------------------------------------------------------- Ende
Das war's dann auch. Leider sind eine Menge Fragen offen geblie- ben, oder vielleicht auch nicht. Denn wer nicht mehr auf Fragen antwortet, fühlt sich oft ertappt. Ich überlasse es dem Leser seinen Teil an Infos daraus zu ziehen. Für mich bleibt ein reichlich bitterer Nachgeschmack, denn ich kann nicht recht ernst nehmen, was er zu mehr Demokratie hier schreibt.
Bedenklich ist für mich außerdem ganz sehr, daß Spendengelder und Mitgliedsbeiträge von Menschen, welche mit dem ehrlichen Willen für mehr Demokratie einzustehen in derart perfide Parteien- werbung umgelenkt werden. Mich würde zudem mal interessieren, wieviel die CDU/CSU Fraktion an Geldern für die durch Mehr Demokratie e.V. durchgeführte Forsaumfrage eingespart haben mag.
Die ganze Direktkandidatenbefragung ist so nichts wert, weil sie die Realität und die anderen Direktkandidaten ausgesperrt hat. Wenn man davon ausgeht, daß man das Parteiensystem festklop- fen will, ist es der „erste und beste Wurf“ den man dafür mit einer solchen "Tarnung" machen kann.
Mir tun eigentlich die Leute richtig leid, welche uns mit ihren auf- richtigen Interessen und Zielen, mehr Demokratie verschaffen wollen, sich jedoch derart in eine ganz andere Richtung herumdrehen lassen.
Für mich sieht es nun wieder so aus, als ob der Wähler jetzt wieder die Schwarzen wählen soll. Das ist eine tolle Massage die da unter- schwellig zu uns rüberkommt. CDU/CSU Wähler werden ohnehin von der Kanzel aus gleichgeschalten und mobil gemacht und in ganz "D" gibt es übrigens auch nur eine reichliche halbe Million Mitglieder davon. Auch da werden wieder 81,5 Millionen Bundesbürger von einer halben Millionen eingefleischter "Ellenbogenkämpfer" "wuschig" gemacht. Tischdienst in Aktion, aber das hatten wir ja schon.
Es wäre eigentlich zum lachen, wenn man nicht eigentlich darüber heulen müßt...Auch Bekannte von mir pflegen eine Mitgliedschaft und tun gute Arbeit für "Mehr Demokratie". - ...und weil ich deren Einstellung kenne, dürfte diese Erkenntnis um so bitterer sein für sie.
Edit vom 15.Juli 2009:
Heute erreichte mich ein Mailverteiler von der Wählergruppe von FÜR VOLKSENTSCHEIDE, in welchem der Geschäftsführer von Mehr Demokratie Roman Huber unserem Gruppenchef das Drucken von Flugblättern angeboten hat. Das ist sehr löblich, auch das Angebot diese selbst drucken zu können oder den Druck gegen Kostenerstat- tung zu übernehmen. Wertvoller natürlich, wäre das Listing der entspre- chenden parteiunabhängigen Kandidaten aller antretenden Initiativen und Einzelkandidaten im Webauftritt von Mehr Demokratie. Im Moment jeden-falls, steht der scheunentorgroße Link auf der Kandidatencheckseite immer noch. Aber, ein guter Anfang in die richtige Richtung denke ich.
Es hätte mich auch zutiefst enttäuscht, weil ich selbst in der Vergangen- heit etliche Initiativen von Mehr Demokratie unterstützt habe, weil ich sie richtig fand.
Fairerweise muß ich auch dazu sagen, daß laut Mailverteiler die Nachricht bereits vom 07.07.2009 stammte, Also vor meinem Erst- kontakt mit Herrn Sterk ausgegeben worden ist. Offensichtlich wußte der Sprecher von Mehr Demokratie davon nichts.
Nun, ich bin gespannt, wie sich der Webauftritt des Kandidatenchecks noch gestalten wird.
Part 8 und 9
Esändert sich nichts mehr, wie ich sehe. Denn nach einer neuerlichen Nachricht, diesmal an Herrn Huber (Chef des Mehr Demokratie e.V.) wurde ausgeschlossen von der Darstellung der Parteikandidaten abzurücken
wie Herr Werner Fischer von FÜR VOLKSENTSCHEIDE mitteilte, sollten wir uns mit unseren Daten für Ihre Flugblattaktion direkt bei Ihnen melden.
InIhrem Internetauftritt haben Sie nur Parteikandidaten befragt. Das finde ich nicht richtig, weil Sie damit Parteien übergewichten, jedoch Kandidaten nicht beachten welche, wie wir, explizit mit dem Ziel antreten Volksentscheide in diesem Jahr zur Bundestagswahl wählbar zu machen . Damit wird dem Bürger nur ein Teilbild der Realität vermittelt. Eine Verteilung von Flugblättern macht nur Sinn, wenn der Bürger zwischen allen für Volksentscheide eintretenden Direktkandidaten wählen kann, zumal Sie auch noch am 12. September eine bundesweite Werbekampagne dafür starten wollen. Diese würde unabhängige Kandidaten in eklatanter Weise untervorteilen.
Ich bitte Sie daher, den Internetauftritt und die Flugblattaktion entsprechend zu erweitern.
Das Faltblatt in unserem Wahlkreis ist noch nicht fertig gestellt. Es kamen nur 3 Kandidaten zu Wort.
Hier meine Daten:
Kurzzitat zu Volksentscheiden:
---------------------------------------------------------------------------- Erschaffung eines basisdemokr. - wirksamen Fundamentes, mit Einführung letzten Einspruchs- und Gestaltungsmittel Volksentscheid. der Souverän hat mit der Notbremse = Volksentscheid immer noch das letzte Wort!
Damit ist es schwerer gegen das Volk zu regieren..Staat und Parlament kommen auf Augenhöhe des Volkes zurück.
Volksentscheide → Verfassungen → überarbeitete Spielregeln = Schutz vor Machtmißbrauch
---------------------------------------------------------------------------- Zitat Ende
Im Anhang finden Sie ein Bild von mir.
Mit Dank im Voraus und mit herzlichen Grüßen
Klaus Lohfing-Blanke
Direktkandidat Wahlkreis 190
Eisenach - Wartburgkreis - Unstrut-Hainich-Kreis II
bei 5 Kandidaten á 299 Wahlkreise bedeutet das 1500 Zitate und Bilder, allein hierfür haben wir jetzt über zwei Monate gebraucht, um alles zusammenzutragen. Deshalb
werden wir unseren Internetauftritt nicht mehr verändern.
Die Arbeit, die mindestens 25 weiteren Parteien á 299 Wahlkreise abzudecken, auch
wenn natürlich nicht überall alle antreten, ist es natürlich niemals von uns zu leisten. Nur FÜR VOLKSENTSCHEIDE alleine aufzunehmen geht aus dem Gleichheitsgrundsatz natürlich auch nicht.
Wir haben FÜR VOLKSENTSCHEIDE angeboten für einzelne Kandidaten und
Wahlkreise eigene Flugblätter zu erstellen, allerdings müssten Sie den Druck
der Flugblätter selbst zahlen. Die Kosten unseres Grafikers für die Erstellung des Flugblats übernehmen wir. Die Preise finden Sie auf der Seite volksentscheid.de
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Gogolin (Email - siehe oben)