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gullyparlament - "Mehr (oder weniger) Demokratie e.V."?
gullyparlament
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"Mehr (oder weniger) Demokratie e.V."?

Lieber Leser, ich komme nicht umhin folgenden Mailwechsel mit dem Sprecher des bundesweiten Arbeitskreises Bürgerbegehren bei "Mehr Demokratie" , Thorsten Sterk zu veröffentlichen, weil er aufzeigen kann, wie wenig den Oberen von Mehr Demokratie scheinbar an richtiger Demokratie gelegen ist. 

Ausgangspunkt war eine Nachricht von Herrn Sterk, daß er Pinnwandeinträge mehrerer Mitglieder der Wahlinitiative FÜR VOLKSENTSCHEIDE in der Facebookgruppe von "Mehr Demokratie" gelöscht hat.  Das ist an sich nichts weltbewegendes, auch wenn es verwunderlich ist, weil man ja doch nur versucht, Volksentscheide und direkte Demokratie in's öffentliche Bewußtsein zu befördern.

Um diesen Link hier geht es dann im Verlaufe des weiteren Schriftwechsels noch. Man bietet Der CDU/CSU eine  Wahlwerbung per excellence.

Herr Sterk kann gerne im Forum dazu Stellung beziehen, wenn er will. Er hat den Kontakt nun abgebrochen. Schade wie ich meine, aber ich belästige ihn nicht gern weiter mit meinen Fragen, die ihm unangenehm zu sein scheinen.

Aber lesen Sie ruhig selbst. Los ging es mit dieser unscheinbaren Mail von Herrn Sterk an mich:



Part 1
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Nachricht am 09.07.2009 um 18,38 Uhr
Thorsten hat dir eine Nachricht gesendet.

Betreff: Mehr Demokratie-Gruppe

Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,

die Pinnwand in der Mehr Demokratie-Gruppe ist nicht für
Parteienwerbung gedacht, auch wenn die werbenden Parteien
für Volksentscheide eintreten.

Ich habe Ihren Beitrag deshalb gelöscht.

Thorsten Sterk
Gruppenmoderator



Part 2

Klaus Lohfing-Blanke, 09. Juli um 19:53

Werter Herr Thorsten Sterk,


da wir nicht in Ihre Kandidatenbefragung aufgenommen werden, haben wir uns über diesen Weg bei Ihnen anmelden wollen.

Was bitte ist der Grund, daß nur Parteikandidaten zu ihrem Willen Volksentscheide zu unterstützen befragt werden?

Ist es nicht geradezu grotesk, daß eine Plattform wie die Ihre, geradezu ein Versteckspiel betreibt, was die Listung von Kandidaten einer Initiative mit dem Namen FÜR VOLKSENTSCHEIDE betreibt? - Einer Initiative welche wenn Sie auf den Wahlzettel kommt geradezu beispielhaft genau Ihre Ziele nach vorne treiben kann.

Nur 1,52 % der Bundesbürger sind überhaupt in Parteien organisiert. 98,5% der Bundesbürger fühlen sich, was die Berichterstattung in den öffentlichen Medien betrifft unterrepräsentiert. Finden Sie nicht auch, daß die öffentliche Präsentation der Parteien und Parteikandidaten nicht übertrieben wird, angesichts der doch sehr fortgeschrittenen und um sich greifenden Parteien-, Politik und Wahlmüdigkeit?

Wo bitte liegt das Problem eine Nachricht für Euch, an der virtuellen Pinnwand zu hinterlassen? Wofür betreiben Sie das Facebookprofil dann? Ich kann es mir nur mit Ihrer Eigenwerbung erklären, aber ziehen wir nicht an einem Strang?



MfG

Klaus Lohfing-Blanke,

Direktkandidat
FÜR VOLKSENTSCHEIDE

WK 190





Part 3

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Thorsten hat dir eine Nachricht gesendet. 09.07.2009, 20.39 Uhr
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Re: Mehr Demokratie-Gruppe
Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,

die Auswahl von Kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien
auf http://www.facebook.com/l/;volksentscheid.de geschah aus
Platzgründen das auszudruckende Flugblatt betreffend, nicht, um
irgendwelche Wählergemeinschaften zu diskriminieren.
Die Legitimation des politischen Systems definiert sich m.E. auch
nicht über die Mitgliederzahl der Parteien, sondern über die
Akzeptanz des politischen Systems generell und das Durchschlagen
dieser Akzeptanz in Wahlen.

Die Mehr Demokratie-Gruppe dient der Diskussion, nicht der
Wahlwerbung. Andernfalls könnten auch zahlreiche andere
Gruppenmitglieder dort für sich werben, da sie Politiker sind. Dies
würde die Gruppe aber entwerten.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Sterk

P.S.: Den Gesetzentwurf von "Für Volksentscheide" zum
bundesweiten Volksentscheid halte ich für ziemlich inkompetent
formuliert. Die Verfasser haben scheinbar nicht viel Ahnung von
direkter Demokratie...




Part 4
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Am 10 Jul 2009 um 14:18 hat glockenhof@freenet.de
geschrieben:

Sehr geehrter Herr Sterk,

ich verwende mal den normalen E-Mailverkehr, um unsere Unterhaltung fortzusetzen, ich kann damit besser auf Ihre Antworten eingehen. Hoffentlich findet das Ihr Verständnis. Ich werde meine Antworten fett in Ihr Anschreiben einfügen und denke damit recht übersichtlich antworten und fragen zu können.

"die Auswahl von Kandidaten der im Bundestag vertretenen 
Parteien auf volksentscheid.de geschah aus Platzgründen das
auszudruckende Flugblatt betreffend, nicht um irgendwelche
Wählergemeinschaften zu diskriminieren."

Wenn man nicht gewährleisten kann, daß alle Direktkandi-
daten vertreten sind, dann macht man eine solche Umfrage
nicht, weil sie das Gesamtbild für den Wähler erheblich ver-
zerrt, an der Realität vorbei geht und somit nur die Überre-
präsentation der Parteienlandschaft in der Öffentlichkeit
unterstützt. Eine solche ist maßgeblich dafür verantwortlich,
daß abgegebene Stimmen in eklatantem Mißverhältnis zu den
Wahlberechtigten stehen. Das Bundesverfassungsgericht
hat erst kürzlich dazu festgestellt, daß das Sammeln von
Überhangmandaten was zu einer Mehrgewichtung im Deut-
schen Bundestag führt, widerrechtlich ist und gegen das
Grundgesetz verstößt. Dazu kommt, daß nicht Parteimitglie-
der, welche sich dem Wahlprozeß entziehen, wegen Wahlmü-
digkeit und Frust, wegen der erheblichen Bürgerferne der-
zeitig geleisteter Politik, vom Wahlrecht ja keinen Gebrauch
mehr machen, weil das ganze Auszählungsprozedere und
die statistische Auswertung der Ergebnisse, diesem Um-
stand in keinster Weise Rechnung trägt. Ich muß Ihnen doch
nicht erklären, daß die Modalitäten, wie die Berechnung der
Wahlergebnisse erfolgt, einem Betrug an der Realität gleich-
zusetzen ist. Indem man einfach den größten Anteil derer,
welche unzufrieden sind, einfach gar nicht in die 100% einge-
rechnet werden, welche Grundlage der Berechnung sind. Es
wird durch diesen Kunstgriff einfach nur die gültigen abge-
gebenen Stimmen zur Grundlage zu nehmen, das Gesamt-
wahlergebnis zu Gunsten der Parteien nach oben manipu-
liert. Das EU Wahlergebnis auf Bundestagswahl umgemünzt,
wird durch diesen neuzeitlich-alchimistischen Kunstgriff,
einfach mehr als 2/3 der Wählerschaft wegrationalisiert.
Alle damals angetretenen Parteien wurden also gerade mal
von einem knappen Drittel der Wahlberechtigten gewählt.
Wo sehen Sie daran irgend eine Demokratie?

Die Legitimation des politischen Systems definiert sich m.E. auch
nicht über die Mitgliederzahl der Parteien, sondern über die
Akzeptanz des politischen Systems generell und das Durchschla-
gen dieser Akzeptanz in Wahlen.

Gerade deshalb und aus dem bereits voran Geschriebenen
Gründen, müßte doch dieses Mißverhältnis klargeworden
sein. Parteiendiktatur wird nicht mehr akzeptiert, aber Sie
befördern mit dieser halben Aktion gerade noch diesen
Unverstand nach vorn. Wo auf dem Wahlzettel befindet sich
ein Feld Stimmenenthaltung, die dann auch mitgezählt wer-
den kann? - Damit man eben nicht Pest, Cholera, Mumps,
Keuchhusten, SARS, Butolismus, Müll und Brüll wählen
braucht?

Wer ungültig wählt, wer gar nicht wählt, wer falsch wählt,
weil er damit unter die 5 % Hürde fällt, wird schlichtweg
ignoriert. Auch jene, welche Protestwahl wählen, werden
mißinterpretiert.

Die Mehr Demokratie-Gruppe dient der Diskussion, nicht der
Wahlwerbung. Andernfalls könnten auch zahlreiche andere
Gruppenmitglieder dort für sich werben, da sie Politiker sind.
Dies würde die Gruppe aber entwerten.

Ich weiß nicht wofür Sie Facebook sonst so nutzen, wie ich
sehe sind es Selbstgespräche die Sie führen. Das Portal ist
ein Netzwerk welches man nutzen kann um für die Ziele gut
gehört zu werden, schlicht Massen an Leuten zu erreichen
und zu informieren. Was an Alternativen sich bei Ihnen
meldet, wird jedoch herauszensiert.

Nein Herr Sterk, wenn man in Dialog treten will, wenn man
gegenseitig auf sich aufmerksam machen will und vor allem
einem Ziel, nämlich Volksentscheiden zuarbeiten will, dann
nutzt man diese Art der Kommunikation. Ich selbst hätte z.B.
auch überhaupt kein Problem, für einen Kandidaten einer
anderen Organisation oder Partei meine Unterstützerunter-
schrift zu erteilen oder eben Bekannte, Verwandte, Freunde
für sein Ziel direkter Einflußnahme und Volksentscheid zu
gewinnen wenn er es ehrlich meint, weil ja Volksentscheide
einzuführen, genau auch unsere Initiative ist. Wie man da
hinkommt, wie die Gesetze letztlich aussehen, welche man
generieren muß, ist völlig unerheblich erst einmal, denn es
gilt die Kräfte zu bündeln und nicht zu entzweien. Wie ich
weiß, hat Mehr Demokratie, auf Anfrage unserer Initiative
auf Zusammenarbeit negativ reagiert. Schade wie ich finde,
weil jeder eben sein eigenes Süppchen kochen will.
Sie zementieren damit den Zustand, so wie er ist fest in
Beton. Oder geht es Ihnen um Ihren ganz eigenen Erfolg der
Bewegung Mehr Demokratie? Auch das ist ein Problem, weil
Sie damit, als Organisation nicht besser als jede der Partei-
strukturen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Sterk

P.S.: Den Gesetzentwurf von "Für Volksentscheide" zum
bundesweiten Volksentscheid halte ich für ziemlich inkompetent
formuliert. Die Verfasser haben scheinbar nicht viel Ahnung von
direkter Demokratie...

Bitte senden Sie mir den Link hin zu Ihrem Gesetzentwurf
und bitte erklären Sie mir Ihre Auffassung von direkter
Demokratie. Wenn Sie dieser Auffassung sind. Wo ist Ihr
Dialog und Ihre Auseinandersetzung mit unserer Initiative
dazu? Ich gebe zu Bedenken, daß die vielen kleinen Bewe-
gungen, welche sich ebenfalls wie wir abmühen, null, aber
auch null Möglichkeiten einer öffentlichen Finanzierung und
auch Wahrnehmung erkaufen können, wie z.B. Mehr Demo-
kratie. Es ist für mich immer wieder unerklärlifch, wie es zu
schaffen ist, daß ganze fortschrittliche Bewegungen in Klein-
lichkeit, Oberflächlichkeit und vor allem konträren Auffas-
sungen vergehen, obwohl sie eigentlich angeblich nur ein
Ziel verfolgen, nämlich für mehr Demokratie und Mitbestim-
mung einzustehen.

Wenn Sie anderer Auffassung über Gesetzentwürfe sind, so
ist das i.O. so. Der Gesetzentwurf den wir verfolgen, ist ein
Diskussionsanfang, eine Vorschlag, eine Grundlage, auf der
man aufbauen kann und erhebt keinen Anspruch auf Perfek-
tion. Die kann letztlich nur durch Staatsrechtler erbracht
werden, welche ein Gewissen und auch das Wissen dazu
haben. Nur Staatsrechtler mit Ideen und solche mit echtem
Gewissen, wie z.B. Herrn Prof. Schachtschneider, ignoriert
man ja all zu gerne im öffentlichen Medienbewußtsein.
Letztlich scheitern sie schlicht und einfach, an den Abhängig-
keiten und "höheren Interessen", welche dem nicht zugetan
sind.

Auch an Sie freundliche Grüße zurück.

Klaus Lohfing-Blanke


PS.: Was mich persönlich interessieren würde, in welchen
Organisationen Sie selbst, oder der Chef Ihrer Organisation,
Mitglieder anderer Organisationen, wie z.B. Rotary-Cub,
Lions-Club, ect. sind. Danke.



Part 5 und 6
----------------------------------------------------------------

Werter Herr Sterk,


Thorsten Sterk schrieb am 10.07.2009 um 16.00 Uhr:

Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,

zu Ihren Anmerkungen:

1. Alle Nichtwähler zu Frustrierten zu erklären, macht die Sache zu
einfach. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung ist generell
politisch eher desinteressiert und geht insbesondere bei
Bundestagswahlen eher aus einem diffusen Pflichtgefühl zur Wahl.
In einer Demokratie zählen immer nur die, die sich beteiligen. Sonst
wäre fast jeder Volksentscheid erst recht ohne Legitimation, weil die
Beteiligung daran meist sehr viel niedriger liegt als die bei Wahlen.
Die geringe Beteiligung an der Europawahl hat insbesodere mit der
geringen Relevanz des Parlaments zu tun, weniger mit einer Protest -
Nichtwahl.

Ich hoffe, Sie haben sich mal die Mühe gemacht herauszubekommen, warum die Leute nicht mehr hingehen zur Wahl. Ich habe tagtäglich mit Leuten zu tun, welche ich auch deshalb befrage. Politisches Desinteresse erwächst aus jahrzehntelanger Politikverdrossenheit. Das dürfte nicht all zu schwer zu begreifen sein. Ganz sicher gibt es den einen oder anderen, der von Politik auch so nichts wissen will.


Ich weiß nicht, ob Sie den EU Reformvertrag überhaupt gelesen haben. Unser Parlament wird so bedeutungslos sein, wie ein Kropf, wenn er erst einmal ratifiziert worden ist.

2. Ich bin auch weniger für ein Feld "gegen alle" auf dem Wahlzettel 
als für ein differenziertes Wahlsystem mit Kumulieren und
Panaschieren auch auf Bundesebene.

Damit möchten Sie dann gerne, daß man sich für eines der kaputten Parteienanhängsel praktizierter Marionettenpolitik entscheidet. Finde ich nicht richtig, denn wie ich bereits schrieb, ist es für den Ausgang der Gesundheit unerheblich, für welche der tödlichen Krankheiten man sich entschieden hat. Man leidet an der einen länger als an der anderen, am Ende verreckt man eh' dran.

3. Facebook zu nutzen heißt nicht unbedingt, dort in Gruppen 
aggressiv Wahlwerbung für sich zu betreiben. Wenn Sie für
"Für Volksentscheide" werben wollen, können Sie ja eine eigene
Gruppe dort gründen.

Werter Herr Sterk, wir haben nicht in Gruppen aggressiv geworben, sondern wir gingen davon aus, daß Ihre Plattform zum Zwecke des Vorwärtsbringens von Volksentscheiden dienen sollte. Dem ist nicht so, wie ich sehe, es liegt Ihnen etwas an diesem korrumpierten Parteiensystem. Außerdem existiert von uns eine Gruppe bei Facebook, haben Sie das noch nicht gewußt? Wenn ich ein Ziel, wie das direkter Demokratie oder Volksentscheid verfolge, suche ich doch das Netz hin und wieder mal nach Gleichgesinnten ab?! - Wenn Sie sich natürlich nur um sich selber drehen, dann merken Sie gar nicht, daß es ja auch noch andere Bewegungen gibt mit denen man zusammen gehen kann.

4. Mehr Demokratie lehnt als überparteilicher Verein die Unter-
stützung einzelner Parteien ab, auch wenn sie sich noch so sehr für
Volksentscheide aussprechen.

Für wie blöd halten Sie mich eigentlich? Auf der von Ihnen geschalteten Seite zur Befragung der einzelnen Parteikandidaten zum Volksentscheid stolpert man als Blinder mit dem Krückstock über Ihre Wahlwerbung für CDU/CSU. Sie bieten jenen Stümpern direkter Demokratie eine Plattform, so groß wie ein Scheunentor, daß man wahrlich nicht gerade von einer versteckten Werbung sprechen kann. Darf ich wissen, was Sie selber wählen? Ich tippe mal auf CDU/CSU, denn die Art und Weise, wie Sie selbst kritische Direktkandidaten aus der Betrachtung herausnehmen spottet jeder Beschreibung. Aber es ist Ihre Plattform und was sie dort tun ist Ihre Sache, da kann ich Ihnen nicht hineinreden. Was ich jedoch tun kann ist, auf solch eklatant schiefe Verwerfungen in der Öffentlichkeit hinweisen. Es scheint Ihnen weniger um Volksentscheide zu gehen, als mehr darum, dieses verlogene Parteiensystem festzubetonieren.


Ihre Auffassung, nicht alle zu Wort kommen zu lassen, weil der Platz nicht ausreichend ist, ist ein Witz schlechthin. Das ist die Art von Desinformation durch Verdrehung und durch schlichte Weglassung von Realität, welche wir so alltäglich vom Mainstream, den Konzernmedien so gewohnt gewesen sind.


Nein, ich bin anderer Auffassung als Sie, wir werden beherrscht von einer Minderheit und Sie haben kein Interesse, daß daran etwas geändert wird. Schade, weil man nicht gerade dieser Auffassung sein kann, wenn einem 1+1 zusammenzuzzählen nicht schwerfallen mag.


Warum sollte es denn so sein, daß sich die Intelligenz der Gesellschaft gerade in den paar Hanseln der Parteien gruppiert. Was sich dort oft zusammenbraut, sind nicht selten Leute mit dem ausgeprägten Drang hin zur pervertierter oder zumindest hin zu grenzenloser Macht. Daß gerade CDU/CSU in der Vergangenheit strikte Gegner der direkten Demokratie gewesen sind und mit ihren derzeit hohlen Einlassungen dazu auch später nicht zu greifen sind, sollte Ihnen als aufgeweckten und ehrlichen Demokraten (was für ein Feigenblatt) nicht entgangern sein. Ist der EU-Reformvertrag in Sack und Tüten, können Sie ihre Volksentscheide ohnehin in der Pfeife rauchen. Das wissen auch die Hardliner bei CDU/CSU. Deshalb haben sie auch null Problem damit, jetzt aus der Reserve zu gehen. Sie bieten ihnen für dieses faule Spiel, auch noch die Plattform dafür.


Ihre Arbeit für Mehr Demokratie könnte so wertvoll sein, wenn Sie diese nicht selbst torpedieren würden. Sie bilden leider ein Abbild ab, welches so nicht existiert. Sie kanalysieren in eine Richtung hin, die nicht die Richtung eines aufrechten Bürgers ist.

5. Unseren Gesetzentwurf zum bundesweiten Volksentscheid finden 
Sie unter
http://www.mehr-demokratie.de/495.html

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Sterk

zu 5. Dank für den Link


Sie beantworteten mir meine wichtige Frage zu Ihren Angehörigkeiten leider nicht. Haben Sie Bedenken, daß man Rückschlüsse auf Ihre wahren Ziele ziehen kann? Lions-Club, Rotary-Club, oder welcher freimaurerischen Organisation gehören Sie und der Chef von Mehr Demokratie denn nun an? Sagen Sie es mir ruhig, dann fällt mir das Verständnis für das, was Sie tun, auch nicht ganz so schwer.



MfG

Klaus Lohfing-Blanke



Part 7 der vorläufig Letzte Mail vom 12.07.2009 um 15.19 Uhr



Lieber Herr Lohfing-Blanke,

für eine Auseinandersetzung auf derart billigem und polemischem
Niveau bin ich mir zu schade.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Sterk
---------------------------------------------------------------------------------------------
Ende





Das war's dann auch. Leider sind eine Menge Fragen offen geblie-
ben, oder vielleicht auch nicht. Denn wer nicht mehr auf Fragen
antwortet, fühlt sich oft ertappt. Ich überlasse es dem Leser seinen
Teil an Infos daraus zu ziehen. Für mich bleibt ein reichlich bitterer
Nachgeschmack, denn ich kann nicht recht ernst nehmen, was
er zu mehr Demokratie hier schreibt.

Bedenklich ist für mich außerdem ganz sehr, daß Spendengelder
und Mit
gliedsbeiträge von Menschen, welche mit dem ehrlichen
Willen
für mehr Demokratie einzustehen in derart perfide Parteien-
wer
bung umgelenkt werden. Mich würde zudem mal interessieren,
wieviel die CDU/CSU Fraktion an Geldern für die durch Mehr
Demokratie e.V. durchgeführte Forsaumfrage eingespart haben
mag.

Die ganze Direktkandidatenbefragung ist so nichts wert, weil sie
die Realität und die anderen Direktkandidaten ausgesperrt hat.
Wenn man davon ausgeht, daß man das Parteiensystem festklop-
fen will, ist es der „erste und beste Wurf“ den man dafür mit einer
solchen "Tarnung" machen kann.

Mir tun eigentlich die Leute richtig leid, welche uns mit ihren auf-
richti
gen Interessen und Zielen, mehr Demokratie verschaffen wollen,
sich jedoch derart in eine ganz andere Richtung herumdrehen lassen.

Für mich sieht es nun wieder so aus, als ob der Wähler jetzt wieder
die
Schwarzen wählen soll. Das ist eine tolle Massage die da unter-
schwellig zu uns rüber
kommt. CDU/CSU Wähler werden ohnehin von
der Kanzel aus gleichgeschalten und mobil gemacht
und in ganz "D"
gibt es übrigens auch nur eine reichliche halbe Million
Mitglieder davon.
Auch da werden wieder 81,5 Millionen Bundesbürger von
einer halben
Millionen eingefleischter "Ellenbogenkämpfer" "wuschig" gemacht.
Tischdienst
in Aktion, aber das hatten wir ja schon.

Es wäre eigentlich zum lachen, wenn man nicht eigentlich darüber
heulen müßt...Auch Bekannte von mir pflegen eine Mitgliedschaft
und tun gute Arbeit für "Mehr Demokratie". - ...und weil ich deren
Einstellung kenne, dürfte diese Erkenntnis um so bitterer sein für sie.

Edit vom 15.Juli 2009:

Heute erreichte mich ein Mailverteiler von der Wählergruppe von
FÜR VOLKSENTSCHEIDE, in welchem der Geschäftsführer von
Mehr Demokratie Roman Huber
unserem Gruppenchef das Drucken
von Flugblättern angeboten hat. Das ist sehr löblich, auch das Angebot
diese selbst drucken zu können oder den Druck gegen Kostenerstat-
tung zu übernehmen. Wertvoller natürlich, wäre das Listing der entspre-
chenden
parteiunabhängigen Kandidaten aller antretenden Initiativen
und Einzelkandidaten im Webauftritt von Mehr Demokratie. Im Moment
jeden-falls, steht der scheunentorgroße Link auf der Kandidatencheckseite
immer noch. Aber, ein guter Anfang in die richtige Richtung denke ich.

Es hätte mich auch zutiefst enttäuscht, weil ich selbst in der Vergangen-
heit etliche Initiativen von Mehr Demokratie unterstützt habe, weil ich
sie richtig fand.

Fairerweise muß ich auch dazu sagen, daß laut Mailverteiler die
Nachricht bereits vom 07.07.2009 stammte, Also vor meinem Erst-
kontakt mit Herrn Sterk ausgegeben worden ist. Offensichtlich wußte
der Sprecher von Mehr Demokratie davon nichts.

Nun, ich bin gespannt, wie sich der Webauftritt des Kandidatenchecks
noch gestalten wird.



Part 8 und 9

Es ändert sich nichts mehr, wie ich sehe. Denn nach einer
neuerlichen Nachricht, diesmal an Herrn Huber (Chef des Mehr
Demokratie e.V.) wurde ausgeschlossen von der Darstellung der
Parteikandidaten abzurücken


Hier die Mailzitate:

-----------------------------------------------------------------

glockenhof@freenet.de

schrieb:


Sehr geehrter Herr Huber,

wie Herr Werner Fischer von FÜR VOLKSENTSCHEIDE mitteilte, sollten
wir uns mit unseren Daten für Ihre Flugblattaktion direkt bei
Ihnen melden.

InIhrem Internetauftritt haben Sie nur Parteikandidaten befragt. Das finde ich
nicht richtig, weil Sie damit Parteien übergewichten, jedoch Kandidaten nicht
beachten welche, wie wir, explizit mit dem Ziel antreten Volksentscheide in
diesem Jahr zur Bundestagswahl wählbar zu machen . Damit wird dem Bürger
nur ein Teilbild der Realität vermittelt. Eine Verteilung von Flugblättern macht nur
Sinn, wenn der Bürger zwischen allen für Volksentscheide eintretenden
Direktkandidaten wählen kann, zumal Sie auch noch am 12. September eine
bundesweite Werbekampagne dafür starten wollen. Diese würde unabhängige
Kandidaten in eklatanter Weise untervorteilen.

Ich bitte Sie daher, den Internetauftritt und die Flugblattaktion entsprechend zu erweitern.

Das Faltblatt in unserem Wahlkreis ist noch nicht fertig gestellt. Es kamen nur 3
Kandidaten zu Wort.

Hier meine Daten:

Kurzzitat zu Volksentscheiden:

----------------------------------------------------------------------------
Erschaffung eines basisdemokr. - wirksamen Fundamentes, mit Einführung
letzten Einspruchs- und Gestaltungsmittel Volksentscheid. der Souverän hat
mit der Notbremse = Volksentscheid immer noch das letzte Wort!

Damit ist es schwerer gegen das Volk zu regieren..Staat und Parlament kommen
auf Augenhöhe des Volkes zurück.

Volksentscheide → Verfassungen → überarbeitete Spielregeln = Schutz vor
Machtmißbrauch


----------------------------------------------------------------------------
Zitat
Ende

Im Anhang finden Sie ein Bild von mir.

Mit Dank im Voraus und mit herzlichen Grüßen





Klaus Lohfing-Blanke


Direktkandidat Wahlkreis 190


Eisenach - Wartburgkreis - Unstrut-Hainich-Kreis II


für die Initiative


"FÜR VOLKSENTSCHEIDE"


Wiesenstrasse
3


36448 Bad Liebenstein


parteilos – unabhängig


Volksentscheide → Verfassungen → überarbeitete Spielregeln = Schutz vor
Machtmißbrauch


http://www.dieechtenvolksvertreter.de/


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Zitat
Ende








Hier nun die
Antwort von Herrn Roman Huber, Bundesvorsitzender Mehr Demokratie e.V.


Zitat:


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Sehr geehrter Herr Lohfing-Blanke,


bei 5 Kandidaten á 299 Wahlkreise bedeutet das 1500 Zitate und Bilder, allein hierfür
haben wir jetzt über zwei Monate gebraucht, um alles zusammenzutragen. Deshalb

werden wir unseren Internetauftritt nicht mehr verändern.


Die Arbeit, die mindestens 25 weiteren Parteien á 299 Wahlkreise abzudecken, auch

wenn natürlich nicht überall alle antreten, ist es natürlich niemals von uns zu
leisten. Nur FÜR VOLKSENTSCHEIDE alleine aufzunehmen geht aus dem
Gleichheitsgrundsatz natürlich auch nicht.


Wir haben FÜR VOLKSENTSCHEIDE angeboten für einzelne Kandidaten und

Wahlkreise eigene Flugblätter zu erstellen, allerdings müssten Sie den Druck

der Flugblätter selbst zahlen. Die Kosten unseres Grafikers für die Erstellung des
Flugblats übernehmen wir. Die Preise finden Sie auf der Seite volksentscheid.de


Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Gogolin (Email - siehe oben)




Mit freundlichen
Grüßen


Roman Huber


----------------------------------------------------------------------------------------


Zitat Ende





Herr Huber zitiert den Gleichheitsgrundsatz, den will ich

hier nicht weiter kommentieren. Die Aussage spricht für sich,

auch hier leider Doppelstandart.


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